Montag, 23. April 2007

The Stump Jump White 2005 - d'Arenberg, McLaren Vale, Australia

Stump-Jump

Eine Cuvée aus Riesling, Sauvignon Blanc, Marsanneund Rousanne. Den Wein habe ich mir ebenfalls in der Bonner Vinothek eingepackt. (Ausserdem einen 2000er Steytler Pinotage von Kaapzicht Estate den ich irgendwann mal mit holgi trinken werde). D'Arenberg ist eher bekannt für unglaublich füllige, ausladende Rote wie den Dead Arm Shiraz oder den Shiraz-Viognier Blend »The Laughing Magpie«. Das es auch anders geht zeigen sie mit »The Stump Jump«. Der Rote, ein Blend aus Grenache und Shiraz ist eher ein typischer Vertreter ohne besondere Eigenheiten, der Weisse aber ein schöner Wein für wärmere Tage. Frisch, fruchtig, ohne Holz und Vanille eher nach Limetten duftend mit einer angenehmen Säure, Geschmack von Stachelbeeren und ein wenig nussig. Der Alkohol liegt bei 13,5% und zeigt, dass der Wein es in sich hat. Der Alkohol ist aber gut eingebaut und fällt wahrscheinlich erst dann auf, wenn man versucht, vom Tisch aufzustehen. Ein Wein fürs Grillen und Terrassenabende mit Freunden. Der Preis liegt bei ca. 9 Euro.

Die Huxelrebe

Die Huxelrebe ist eine Kreuzung aus Gutedel und Coutillier Musqué. Sie ist sehr empfindlich, wird daher selten angebaut, kann aber sehr hochwertige Weine hervorbringen, in erster Linie Süßweine. Sie ist nahezu ausschließlich in Deutschland beheimatet. Ihren Namen hat die Rebe von Fritz Huxel, der sie in den 1950er Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als erster umfangreich anbaute.

Wagner-Stempel Teil 2

Letzten Freitag fuhr ich zufällig an der Vinothek in der Südstadt in Bonn (Lessingstraße) vorbei. Ein kleiner aber wirklich gut ausgestatteter kleiner Weinladen der dieser Tage sein 25jähriges Jubiläum feiert. Im Gespräch mit den Besitzern erfuhr ich, dass Wagner-Stempel ihnen auf der Prowein anvertrauten, dass die Bonner Vinothek der erste Einzelhändler war der die Weine des Weingutes in ihr Programm aufgenommen hat. Sie führen die Weine noch immer – mit wachsender Begeisterung. Grund für mich einige Weine des neuen Jahrgangs zu kaufen. Zum Beispiel den neuen Porphyr, den Weissburgunder und, worauf ich besonders gespannt bin, eine Scheurebe.

Wagner-Stempel-Scheurebe-2006

Den Berg mit der Scheurebe betreut das Weingut eine Zeit lang für einen befreundeten, erkrankten Winzer aus der Nachbarschaft und der 2006er ist der erste Jahrgang.

Wagner-Stempel, Rheinhessen

Hoellberg-grosses-gewaechs-2003

Mit dem Siefersheimer Höllberg 2003 des Weinguts Wagner-Stempel aus Rheinhessen startet dieses Weinblog in dem ich je nach getrunkenem Wein in loser Folge meine Notizen veröffentlichen werde.
Der Siefersheimer Höllberg ist neben dem Heerkretz die beste Einzellage die das Weingut Wagner-Stempel zu bieten hat. Hier werden die so genannten Großen Gewächse gemacht, die Weine, die den Anspruch und das Selbstverständnis des Weinguts repräsentieren.
Der 2003er war ja für die meisten Winzer auf Grund der Hitze ein ziemlich schwieriger Jahrgang und gerade die Rieslinge hatten darunter stark zu leiden. Leider muss ich auch beim Siefersheimer Höllberg konstatieren, dass ihm die Säure fehlt. Was bleibt sind opulente Frucht und die für Wagner-Stempels Rieslinge typische Mineralik. Der bisher beste Höllberg soll der 2005er sein – nur hatte ich noch nicht die Möglichkeit ihn zu probieren. Die 2005er Weine sind komplett ausverkauft.
Für mich gehören die Weine die Daniel Wagner macht auf jeden Fall zu den spannendsten in der deutschen Weinszene. Vor allem der Riesling vom Porphyr dessen Reben aus beiden Lagen, also dem Heerkretz und dem Höllberg stammen. Er hat (der 2004er) eine wunderbare Säure, duftet nach Grapefruit und Pfirsich. Das Einzigartige aber ist die Mineralität dieser Rieslinge, die wohl von der porphyrischen Struktur des Bodens stammt. Der Wein kostet so um die 13 Euro und ist jeden Cent wert.
Und wo ich gerade schon mal bei diesem Weingut bin will ich auch noch auf den Chardonnay hinweisen. Wer gerne einen etwas fülligeren Wein trinkt, weniger Säure und einen deutlicheren Hang zur Frucht ist hier richtig. Wenn man an Chardonnay denkt sucht man ja eher in den Regalen von Frankreich, Südafrika, Australien, Chile etc. und hat dann meist entweder ein armseliges Tröpfchen auf dem Tisch, durchsetzt mit einem enormen Holzgeschmack oder man gibt einen Haufen Geld aus. Nicht so hier. Dieser Chardonnay ist frisch, rund, wirklich wunderbar gemacht und kostet um die 8.50 Euro.
Wenn jemand denkt, ich würde auf diesem Weingut arbeiten oder sonst irgendwie mit ihm in Verbindung stehen: Fehlanzeige! Es ist einfach nur mein aktuelles Lieblingsweingut für Weissweine in deutschen Landen.

Abschweifung: Weinläden
Abschweifungen
Abschweifungen, Web
Abschweifungen: Süssweine
bordeaux
Chile
Exkurs: Rebsorten
Impressum
Mixtouren
Rhone
Rotwein Italien
Rotweine
Rotweine Deutschland
Rotweine Spanien
Spanien
Südafrika
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren